
Mode interessiert mich einen feuchten Furz. Und ich weiß ungefähr so viel über Mode, wie über Quantenphysik. Damals in der Schule als ich einen Ausschnitt aus Faserland vorlesen musste, hielt ich Gaultier (also, den Jean Paul) tatsächlich für eine Art Tier (vielleicht so etwas in der Art wie ein Maul-Esel?), und sprach es auch so aus. Gaul-Tier. Nicht einer meiner besten Momente.
Aber so bin ich schon immer gewesen. Mode find ich tierisch langweilig. Mir doch egal, was von welcher Marke ist und welcher Designer was gemacht hat. Mir doch egal, ob man die Haare jetzt so trägt, ob dies oder das jetzt der neuste Trend ist oder schon längst wieder out.
Ich verstehe nicht, wie es sich bei manchen Mädchen um Nichts anderes im Leben zu drehen scheint. Wie sie ein Vermögen für die neusten Trends, oder neue Klamotten ausgeben können. Aber noch schlimmer, wer sich jede Woche einen neuen Lidschatten testet. Oh Gott. Es was langweiligeres kann ich mir persönlich kaum vorstellen. Aber gut, wem’s gefällt und wer das Geld hat.
Aber dennoch schaue ich mir zum Beispiel sehr gerne Modeblogs an. Auch wenn ich die Posts über die neusten Trends oder irgendwelche Mode-Events meisten überspringe, schaue ich mir sehr gerne die Outfits Posts an. Mir gefällt zwar nicht jedes Outfit, aber ich finde es doch faszinierend, wie manche Mädchen einfach ein Händchen dafür haben sich auf eine bestimmte Art und Weise zu kleiden. Eine Art, die irgendwie einen roten Faden hat. Sie wissen genau, was ihnen steht, was zusammen passt und jedes mal wenn sie ein neues Outfit posten, denkt man sich: “Ja, das passt, so etwas würde sie tragen.” Meisten passt der Rest eines Blogs, die Art zu schreiben oder persönliche Posts, zu den Outfits. Durch ihre Art sich zu Kleiden, erkennt man einen Teil ihrer Persönlichkeit, finde ich. (Diese Dame hat das zum Beispiel drauf.)
Auch wenn Mode mich einen Furz interessiert, ich wünschte ich könnte das auch.
Das alles soll nicht heißen, dass ich den ganzen Tag nur in Jogginghose rumrenne, umgeschminkt und meine Haare wild sprießen lasse. Quark. Ich zupf mir sogar die Augenbrauen, okay?
Das soll auch nicht heißen, dass ich keine Klamotten besitze. Oh nein, ganz im Gegenteil. Mein Kleiderschrank ist zum Bersten gefüllt. (Besonders nach einem Jahr in den USA!). Und ich hab durchaus eine beachtliche Sammlung an Schuhen.
Das Problem ist nur, meine Kleidung ist wild zusammen gewürfelt und außerdem unglaublich langweilig.
Mein Standard Outfit: Jeans, T-Shirt, Chucks (wenn ich mal ganz wild drauf bin, sogar Boots!) und meistens die Haare zusammen gebunden.

Gähn. Sogar beim Tippen dieser Beschreibung schlaf ich ja fast ein.
Da muss sich dringend was ändern, denn eine langweilige Person bin ich garantiert nicht. (Obwohl das wahrscheinlich Ansichtssache ist…)
Mein Problem ist nur, dass ich keine Ahnung habe, was mir eigentlich gefällt und wie mein “Style” aussehen sollte. Selbst wenn ich mal was finde, bei dem ich denke, dass es mir gefallen könnte, hab ich keine Ahnung wie ich es kombinieren könnte. Ich stehe oft total überfordert in den Klamottenläden und weiß nicht weiter. Dann kaufe ich irgendwas, was so einigermaßen aussieht, denn irgendwas muss ich ja tragen. Kann ja nicht nackt durch die Straßen laufen. Das Ergebnis ist also ein wild zusammen gewürfelter Kleiderschrank, Frustration und am Ende greife ich dann doch wieder zu Jeans und T-Shirt.
Und ein weiteres Problem ist natürlich das Geld. Ich bin Studentin, bin also froh wenn ich am Ende des Monats überhaupt noch Geld übrig habe.
Um endlich mal auf den Punkt zu kommen: Projekt Modepüppchen wird jetzt gestartet. Ich werde versuchen aus der “grauen Maus”, die ich bin (das ist natürlich komplett übertrieben! ;) ), eine gut gekleidete, “gestylte” junge Dame zu machen. Ich will keine Modeexpertin werden, falls es noch nicht deutlich genug wurde: Ich find Mode langweilig. Aber ich will das Gefühl haben, dass meine Kleidung meinen Charakter unterstreichen und dass ich gut gekleidet aus dem Haus gehe.
Von Make-Up, Frisuren, Shoppingtiraden, Mode-Faux-Pas und höchstwahrscheinlich jeder Menge Verzweiflung werdet ihr also zu lesen bekommen.
Für jede Art von Tips, nützliche Blogs oder Websites bin ich natürlich sehr dankbar.